Wie verläuft das Aikido-Training?

Am Anfang der Stunde knien wir ruhig am Mattenrand, um uns zu sammeln und den Alltag hinter uns zu lassen. Nach einer Verbeugung beginnen wir mit Übungen zur Dehnung und Kräftigung der Muskeln (insbesondere der Rumpf- und Oberschenkelmuskulatur). Auch Atemübungen gehören dazu. Schließlich üben wir ausgiebig das Fallen, auf das im Aikido besonderen Wert gelegt wird. Es verbessert sehr effektiv die Koordination und hilft bei dem Abbau von Ängsten.

Anschließend werden einzelne Aikido-Techniken gezeigt und geübt. Dabei wird das Niveau langsam gesteigert von der ersten Ausweichbewegung zur kompletten Technik. Nach jeder Übungsphase wechseln wir die Partner. Auch die Rollen von Uke und Tori – also Angreifer und Angegriffenem – wechseln ständig. Anfänger und Fortgeschrittene üben miteinander. Besonderen Wert wird bei uns auch auf das Verhalten des Uke gelegt.

Gegen Ende der Stunde üben wir manchmal frei, mit einem oder mehreren Angreifern umzugehen. Das Training endet wieder mit einer Atemübung und einer Verbeugung. Abschließend knien noch einmal die letzten Übungspartner voreinander, verbeugen und bedanken sich.

Was ist, wenn ich gar nicht so sportlich bin oder mich vor dem Fallen fürchte?

Keine Angst. Nicht alle von uns sind von Natur aus Sportler. Da es keine Wettkämpfe gibt, kann jeder in seinem eigenen Tempo lernen. Die Fallschule beginnt tatsächlich mit rumkullern auf dem Boden und wir achten aufeinander. Niemand wird überfordert. Das Verletzungsrisiko ist viel geringer als zum Beispiel bei vielen Ballsportarten.

Aikido hilft Dir, rasch Deine Körperkoordination zu verbessern und Freude an der Bewegung und dem gemeinsamen Üben zu finden. Aber auch gute Sportler kommen auf ihre Kosten. Kampfkunst kann auch sehr schnell und athletisch sein.

Was muss ich zum Aikido mitbringen?

Wenn Du zum Probetraining kommst, reicht lockere Sportbekleidung und ein Paar Badelatschen, damit Du keinen Schmutz auf die Matte trägst. Schmuck oder Piercings solltest Du vorher ablegen oder mit einem Pflaster überkleben und lange Haare zusammenbinden.

Die übliche Bekleidung der Schüler ist ein Gi, ein weißer Judoanzug. Der für Aikido typische Hakama ist so eine Art Hosenrock, den nur die Fortgeschrittenen tragen. Den brauchst Du also erst mal nicht.

Was ist mit Waffen?

Aikido wurde unter anderem aus dem Schwertkampf entwickelt. Deshalb üben wir auch manchmal mit Holzwaffen. Es gibt Tanto (Messer), Bokken (Schwert) und Jo (Stab). Oft dienen diese Waffen dazu, eine Technik oder einen Angriff zu verdeutlichen. Die Übungen mit dem Bokken und dem Jo verbessern Deine Körperkoordination und Deinen Sinn für Timing und Abstand. Du musst Dir nicht sofort Waffen anschaffen. Uns stehen einige Übungswaffen zur Verfügung.

Jetzt habe ich Lust, Aikido auszuprobieren!

Das ist schön! Dann komm einfach zum Probetraining. Wir freuen uns auf Dich.