H.-J. Bambus
PFINGSTEN 1979 – 2008
Alles begann im Mai 1979 , als uns beim Judo Rainer Schumann fragte, ob wir Pfingsten schon was vorhätten. Keiner hatte etwas Bestimmtes vor und so kam der Vorschlag von ihm, zum Zelten nach Behrensdorf an die Ostsee zu fahren. Er kenne es dort gut, seine Eltern hätten dort schon seit Jahren einen Wohnwagen auf dem Campingplatz. Außerdem ist dort eine große Wiese für die Zelte und nebenan ein Fußballplatz, ein großer Wald zum Wandern und zum Strand sind es auch nur 5 Minuten.
Jung, kernig, dynamisch, teilweise mit Geschwistern, Freundin und Freunden trafen wir uns bei Rainer vor der Haustür und fuhren im Konvoi nach Behrensdorf. Wir waren ca. 25, das Wetter war gut, jeden Tag wurde Fußball gespielt, abends gegrillt. Wir konnten sogar baden. Im nächsten Jahr kam dann auch unser Trainer Mike mit, es war allerdings recht schlechtes Wetter und wir saßen öfters bei Nieselregen hinter einem Windschutz.
Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Freunde hinzu. Sogar Freunde aus der Schweiz konnten wir an der Ostsee begrüßen und nach Öffnung der Grenze finden auch Berliner und Rostocker den Weg nach Behrensdorf. Neue Partnerschaften entstanden, Kinder wurden geboren, die von wirklich " Baby an" Pfingsten nur in Behrensdorf kennen. Einige kommen mit Wohnwagen, aber die meisten noch immer im Zelt.
Am schönsten ist immer der Freitag, der mit großem "HALLO" beginnt, mit Lästereien beim Zeltaufbauen der Nachbarn, Gerödel und Hektik verläuft und dann beim gemütlichen Grillen, Geklöne und natürlich mit dem Neusten Drink (und morgens dem Kater) endet.
Am Samstag und Sonntag ist Aktion, von Fußballspielen, Tennisspielen, Radfahren, Reiten, am Strand spazieren oder auch nur Relaxen angesagt. Morgens wird zusammen an einer langen Tischreihe gefrühstückt. Am frühen Sonntagmorgen werden wir regelmäßig mit Marschmusik von den "HILDESHEIMERN" geweckt (da freuen wir uns immer wieder). Abends wird gegrillt, mittlerweile sehr luxuriös unter den sogenannten VIP Zelten, kleine Spielchen gespielt, gesungen mit Gitarrenbegleitung und oft endet der Abend mit " Weißt du noch.......?".
Tja, und nach 30 Jahren werden wir auch ruhiger (es wird mehr relaxt denn gesportet) und getrunken wird meist auch nicht mehr so viel. Das besorgt jetzt der Nachwuchs, da werden die Zelte aufgeschlagen und Feuerzangenbowle gemacht und bis in die Puppen gefeiert.
(Das kennen wir doch…)
H.-J. Bambus