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Freitag |
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Stand: 2/2012
Bartitsu: the Gentlemanly Art of Self Defence
Sherlock Holmes: Baritsu Fighting (Schreibfehler hier korrekt)
BARTITSU - Die Kampfkunst des Sherlock Holmes
Bartitsu ist eine Kampfkunst, die von dem Engländer Edward William Barton Wright zwischen 1898 und 1902 entwickelt wurde.
Die Bezeichnung besteht aus einem Teil seines Nachnamens und dem japanischem - Jiu Jitsu.
Barton Wright interessierte sich schon in seiner Jugend für alle möglichen Kampftechniken. Er verbrachte mehrere Jahre in Japan und erlernte als einer der ersten Europäer in der Kodokan Schule Jiu Jitsu und Judo. Zurück in England kombinierte er das Erlernte mit den europäischen Kampfsportarten wie Ringen, Scientific Boxen (Amateur Boxen in GB und den USA vor 1900), La Canne (französischer Stockkampf), Savate (französischer Fuß und Faustkampf) und dem Fechten. In London eröffnete Barton Wright eine Schule für Kampfkünste.
Unterstützung erhielt er durch den Franzosen Pierre Vigny, der ein Spezialist im Savate und eines einzigartigen Stockkampfsystems war. Er war es auch, der die Benutzung von Spazierstöcken und Regenschirmen für die Selbstverteidigung systematisierte und neu definierte. Im alten England wurde von Männern aus der gehobenen Schicht erwartet, dass sie in Kampftechniken, den sogenannten - manly arts, geschult waren. Sir Arthur Conan Doyle beherrschte ebenfalls Bartitsu und ließ seinen Romanhelden Sherlock Holmes diese ebenfalls ausführen.
Bartitsu geriet fast ein Jahrhundert in Vergessenheit, wurde aber im Zuge des neu erwachten Interesses an europäischen Kampfkünsten, die denen der asiatischen in nichts nachstanden, wiederentdeckt.
Wer die letzte Sherlock Holmes - Verfilmung gesehen hat, dürfte die Kampfszenen - auch mit dem Spazierstock - bemerkt haben. Bartitsu ist in der Tat ein realistisches und effektives System,
dass mit und ohne Waffen betrieben wird. Der Kampf mit dem Schirm und Spazierstock zeigt sehr viele Parallelen und Techniken mit Klingenwaffen wie Schwert und Degen. Das heutige
Bartitsu wurde etwas modifiziert und auf den heutigen Europäer zugeschnitten, ohne aber seine Ursprungswurzeln zu vergessen. So sind Techniken aus dem Wing Chun, Arnis und Krav Maga hinzu
gekommen.